Pädagogik im Wandel
Impulse für den Umgang mit KI in der Schule
DOI:
https://doi.org/10.11576/we_os-8455Schlagworte:
Künstlliche Intelligenz, Unterrichtsentwicklung, Handreichung, Oberstufenkolleg, Artificial Intelligence, lesson development, handout, upper secondary school, KI, AIAbstract
Seit der Veröffentlichung generativer Künstlicher Intelligenz im November 2022 steht auch das schulische Lernen vor tiefgreifenden Veränderungen. Die Nutzung dieser Systeme durch Schüler*innen stellt Lehrkräfte vor neue Herausforderungen in Bezug auf die Unterrichtsgestaltung und die Bewertung von Prüfungsleistungen. Für das Oberstufen-Kolleg als eine der Versuchsschulen des Landes Nordrhein-Westfalen, das Lernende zu selbstständigem, wissenschaftspropädeutischem Arbeiten sowie zu einem reflektierten, gesellschaftlich verantwortungsvollen Umgang mit Wissen und Technologie befähigen möchte, gewinnt diese Entwicklung eine besondere Relevanz. Vor diesem Hintergrund widmete sich das Entwicklungsprojekt „Digitale Unterrichts- und Personalentwicklung“, in dem Lehrende und wissenschaftliche Mitarbeitende gemeinsam an Themen der digitalen Transformation arbeiten, dieser Thematik. Ein zentrales Ergebnis ist die in diesem Beitrag vorgestellte Handreichung zum Umgang mit KI, die im Sommer 2025 dem Kollegium vorgestellt wurde. Der vorliegende Beitrag skizziert zunächst den Entstehungsprozess der Handreichung und ergänzt diesen durch einen Exkurs, in dem Carolin Piotrowski und Simone Homeier, zwei Lehrende des Oberstufen-Kollegs, ihre Beobachtungen einer sich verändernden pädagogischen Praxis darstellen. Im Anschluss wird die Handreichung selbst vorgestellt. Ihr Ziel ist es, den Blick über die reine Anwendung generativer KI im Unterricht hinaus zu erweitern und technische, didaktische sowie gesellschaftlich-kulturelle Dimensionen in den Fokus zu rücken. Darüber hinaus enthält sie praxisorientierte Impulse zum Einsatz von KI in Unterricht und Prüfungen sowie eine Einführung in das KI-Kompetenzmodell nach Alles et al. (2025).
Since the publication of generative artificial intelligence in November 2022, school learning has also been facing profound changes. The use of these systems by pupils presents teachers with new challenges in terms of lesson planning and the assessment of exam performance. This development is particularly relevant for the Oberstufen-Kolleg, one of the pilot schools in the state of North Rhine-Westphalia that aims to enable learners to work independently and scientifically, and to use knowledge and technology in a reflective and socially responsible manner. Against this backdrop, the development project ‘Digital Teaching and Staff Development’, in which teachers and academic staff work together on topics related to digital transformation, addressed this issue. A key result is the guide to dealing with AI presented in this article, which was introduced to the teaching staff in the summer of 2025. This article first outlines the process of developing the guide and supplements this with an excursus in which Carolin Piotrowski and Simone Homeier, two teachers at the Oberstufen-Kolleg, present their observations of changing pedagogical practice. The guide itself is then presented. Its aim is to broaden the perspective beyond the mere application of generative AI in the classroom and to focus on technical, didactic and socio-cultural dimensions. In addition, it contains practical ideas for the use of AI in teaching and examinations, as well as an introduction to the AI competence model according to Alles et al. (2025).
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