Der Zehnerübergang für die Anbahnung eines dezimalen Stellenwertverständnisses
Entwicklung von Design-Prinzipien sowie eines Lehr-Lernarrangements mit Blick auf den Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation
DOI:
https://doi.org/10.11576/fin-5314Schlagworte:
Zehnerübergang, Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation, Lehr-Lernarrangement, Design-Prinzipien, dezimales Stellenwertverständnis, Mathematikdidaktik, SonderpädagogikAbstract
Das dezimale Stellenwertsystem bzw. dessen Verständnis stellt eine relevante Verstehensgrundlage dar und erweist sich dementsprechend als Voraussetzung für erfolgreiches Weiterlernen im Bereich der Arithmetik, auch mit Perspektive auf die Sekundarstufe (Prediger, Freesemann, Moser Opitz & Hußmann, 2013). Eine intensive und frühzeitige Förderung dieses Verständnisses ist somit von besonderer Relevanz, insbesondere im Hinblick auf inklusiven Unterricht. Der Zehnerübergang von der Zahl 9 auf die Zahl 10 ist der erste Moment, in dem vom dezimalen Stellenwertsystem Gebrauch gemacht wird. Im Rahmen eines Promotionsprojekts (Zurnieden, Dissertation in Vorbereitung) wurde zur Erarbeitung dieses Übergangs ein Lehr-Lernarrangement entwickelt, das die Anbahnung eines dezimalen Stellenwertverständnisses verfolgt. Außerdem scheint eine Hörschädigung eine mögliche Hürde im Lernprozess mathematischer Fähigkeiten darzustellen (Kramer; Pagliaro & Kritzer, 2013). Allerdings existiert auf Seiten der Mathematikdidaktik dazu aktuell sehr wenig Forschung. Aus diesem Grund sollen beim entwickelten Lehr-Lernarrangement vor allem Aspekte des Förderschwerpunkts Hören und Kommunikation (FSP HK) fokussiert werden und in der Gestaltung des Lehr-Lernarrangements Berücksichtigung finden. Der fokussierte FSP erweist sich als eine mögliche der zahlreichen Diversitätsdimensionen, die im Hinblick auf inklusiven Unterricht und dabei explizit im Verständnis eines weiten Inklusionsbegriffs im Unterricht relevant sind und Berücksichtigung finden sollten. Die im folgenden Beitrag präsentierten Erkenntnisse können auf ein inklusives Setting übertragen werden und sollen explizit nicht als ausschließlich relevant für den FSP HK erachtet werden. Die empirischen Daten für die qualitative Studie wurden in Kooperation mit dem „MINT-Lernraum“ des Instituts für Mathematikdidaktik der Universität zu Köln und einer Schule mit dem FSP HK erhoben.
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